Unfallschutz - den Durchblick im Tarifdschungel finden

news_unfallMehr als 4.000 verschiedene Angebote gibt es auf dem deutschen Versicherungsmarkt für Unfallversicherungen. Insgesamt haben die Bundesbürger rund 30 Millionen Verträge abgeschlossen, viele davon allerdings auch als Zusatzpaket von Kreditkarten oder über die Mitgliedschaft in Vereinen. Gewaltige Differenzen gibt es nicht nur bei den Leistungen der vielen Unfallversicherungsverträge sondern auch bei den Preisen.

"Eine gute Unfallversicherung mit einer 24-Deckung für den Privat- und den Berufsbereich gibt es schon für rund 10 Euro im Monat", so Versicherungskaufmann Slobodan Vergic von young-insurance.de

Abhängig ist der Preis unter anderem von der beruflichen Tätigkeit des Kunden. Körperlich beschäftigte Personen zahlen höhere Prämien als Personen aus kaufmännischen Berufen. Viele Versicherer bevorzugen Frauen sogar generell, in dem sie unabhängig von ihrem Beruf in die günstigere Tarifklasse eingestuft werden. Sparen kann man auch, wenn man gleich die ganze Familie absichert oder - wie es bei einigen Versicherern möglich ist - Fünfjahresverträge vereinbart; dann winken je nach Gesellschaft Rabatte von fünf bis 15 Prozent.

Wie wichtig aber ist eine Unfallpolice? "Sicherer ist es, direkt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, weil diese nicht nur bei Unfällen greift, sondern eben auch bei Krankheiten. Allerdings ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel wesentlich teurer, so dass sich alleine aus finanziellen Gründen viele Kunden für die Unfallversicherung entscheiden", beschreibt Vergic die Situation. "Außerdem haben Personen mit Vorerkrankungen oft kaum eine Möglichkeit, eine Berufsunfähigkeitspolice zu bekommen, weil sie hohe Zuschläge in Kauf nehmen müssten oder sogar ganz abgelehnt werden. Für sie bleibt dann meist nur die Unfallversicherung."

In der Regel bieten die Versicherungsunternehmen mehrere Komponenten in einem Vertrag an. Von größter Bedeutung hierbei sind die Invaliditätssumme und die vereinbarte Progression. Die Progression sorgt dafür, dass besonders schlimme Unfallfolgen mit einer überdurchschnittlichen hohen Versicherungssumme abgesichert sind. Wer etwa eine Grundversicherungssumme von 100.000 Euro mit einer Progression von 500 Prozent vereinbart hat, erhält etwa bei einer Querschnittlähmung 500.000 Euro. Als Faustregel raten Verbraucherverbände, dass die Kapitalsumme bei Vollinvalidität mindestens 250.000 Euro betragen soll. Wer bereits einen Vertrag hat und diesen vergleichen möchte, sollte auch auf die so genannte Gliedertaxe achten. Die Gliedertaxe bestimmt den Invaliditätsgrad für einzelne Verletzungen und hat daher unmittelbar Auswirkungen auf die Leistung des Versicherers.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Unfallrente, welche bei den meisten Gesellschaften ab einer 50-prozentigen Invalidität gezahlt wird. Diese sollte zumindest die nötigsten Ausgaben wie etwa die Miete und die Lebenshaltungskosten abdecken.

Nicht von so entscheidender Bedeutung sind Zusatzleistungen wie ein Unfallkrankenhaustagegeld oder Genesungsgeld. Versicherungskaufmann Karsten Werksnies rät: "Die Prämie nur für das Unfallkrankenhaustagegeld kann man sich oft sparen. Es reicht im Normalfall aus, wenn man hier 10 oder 20 Euro ansetzt, um Zuzahlungen im Krankenhaus abzusichern." Eine andere Alternative wäre der Abschluss eines Krankenhaustagegeldes über eine private Krankenzusatzversicherung.

Bei der Todesfallabsicherung sollte man zwei Aspekte beachten: Wer Familie hat und diese schützen möchte, sollte eine Risikolebensversicherung abschließen, damit diese im Todesfall immer finanziell abgesichert ist und nicht nur bei Unfällen. Der zweite Aspekt, der für eine Todesfallleistung spricht, sollte nicht außer Acht gelassen werden: Bei einem möglichen Schadenereignis dauert es oft mehr als 12 Monate bis die endgültige Invalidität durch die behandelnden Ärzte festgestellt wird. Zumeist leisten die Versicherungen in dieser Zeit aber nur eine Vorauszahlung - und diese richtet sich in der Regel nach der vereinbarten Todesfallsumme. Als Richtwert sollte man daher in seinem Vertrag eine Todesfallsumme von mindestens 10.000 Euro vereinbaren.

Abgerundet werden Unfallpolicen oft mit Bonusleistungen wie kosmetischen Operationen, Kurleistungen oder Bergungskosten.

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